{"id":27,"date":"2015-03-07T15:35:05","date_gmt":"2015-03-07T15:35:05","guid":{"rendered":"http:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=27"},"modified":"2015-04-04T11:46:12","modified_gmt":"2015-04-04T11:46:12","slug":"st-petrikirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=27","title":{"rendered":"St. Petrikirche Garz"},"content":{"rendered":"<h1>St. Petri Kirche Garz<\/h1>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-93\" src=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_123208-300x225.jpg\" alt=\"20150319_123208\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_123208-300x225.jpg 300w, https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_123208-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_123208-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Die auf einem Berg gelegene gotische Backsteinkirche steht auf einem Fundament aus meist unbehauenen Findlingen. Die Steine sind am Schiff und am Turm auch in den unteren Mauerbereichen verwendet worden. Die Kirche ist in mehreren Bauabschnitten ab ca. 1350 entstanden.<br \/>\nZwei Westjoche mit Sakristei bildeten den ersten Teil, drei Langhausjoche wurden um 1397 angef\u00fcgt. 100 Jahre nach Baubeginn kamen der Turm und zwei Chorjoche nach Osten hinzu. Das Kreuzgew\u00f6lbe ruht innen und au\u00dfen auf massiven Wandpfeilern, die den Gesamteindruck beherrschen. Die Au\u00dfenpfeiler wurden dem Kirchenschiff im 18. Jahrhundert angef\u00fcgt.<br \/>\nDie Gew\u00f6lberippen sto\u00dfen im Chorraum auf untergesetzte barocke Stuckkonsolen, die in Form von Vasen oder stilisierten Engeln ausgebildet sind. Die Sakristei geh\u00f6rt zum \u00e4ltesten Teil der Kirche. Das Mauerwerk wurde jedoch weitestgehend erneuert. Im 18. Jahrhundert konnte der Raum zwischen der Sakristei und dem Kirchenschiff f\u00fcr den Aufgang zur Kanzel genutzt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?attachment_id=156\" rel=\"attachment wp-att-156\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-156\" src=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grund.gif\" alt=\"grund\" width=\"171\" height=\"319\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Taufstein<\/strong><br \/>\nDer aus Granit gemei\u00dfelte und mit blattartig gerippten Ornamenten verzierte Taufstein ist \u00e4lter als die Kirche selbst. Nur der Sockel wurde in sp\u00e4terer Zeit erneuert. Das Alter des Taufsteins wird auf 700 Jahre gesch\u00e4tzt.<br \/>\nVielleicht stammt er aus einer Kirche, die vor der Gr\u00fcndung der St. Petrikirche auf dem Begr\u00e4bnisberg von Garz gestanden haben k\u00f6nnte.<br \/>\nMan vermutet aber auch, dass die F\u00fcnte ein Geschenk Heinrich des L\u00f6wen an R\u00fcgen war, weil gestalterische Parallelen zum Inventar im Braunschweiger Dom entdeckt wurden.<br \/>\nDie Messingtaufschale stammt vom Anfang des 17. Jahrhunderts.<br \/>\nDie Grabplatte Malchow<br \/>\nDie Kalksteinplatte ist an der Westwand des Kirchenschiffes befestigt. Sie entstand am Ende des 14. Jahrhunderts und ist stark abgetreten. Dennoch erkennt man einen Geistlichen mit Kelch und Hostie, zu seinen F\u00fc\u00dfen einen Hund und ein weiteres Tier. An den Ecken sind Kreise mit den Evangelistensymbolen eingemei\u00dfelt. Der obere Teil der Grabplatte fehlt.<\/p>\n<p><strong>Kelch, Patene und Oblatendose<\/strong><br \/>\nSie bestehen aus vergoldetem Silber und stammen aus den Jahren 1645 und 1647. Die gravierten Inschriften weisen auf die Namen der Stifter hin.<\/p>\n<p><strong>Der Altar<\/strong><br \/>\nDer aus verputztem Backstein erbaute Altar stammt aus dem sp\u00e4ten Mittelalter. Die aufgelegte Kalksteinplatte mit vier Weihekreuzen ist noch \u00e4lter. Der Barockaufsatz wurde zwei Jahrzehnte nach der Kanzel von der Stralsunder Werkstatt Elias Ke\u00dfler erbaut und gestalterisch gut auf die Kanzel abgestimmt. Die auf Konsolen stehenden Figuren Moses mit dem Stab und den zehn Geboten und Aaron sind aus Lindenholz geschnitzt. Engelchen zieren die Giebelsegmente und auf der Spitze steht eine segnende Christusfigur. Das \u00d6lbild zum Thema Gethsemane wurde erst Mitte des 19 Jahrhunderts hinzugef\u00fcgt. Das Epitaph von Ahnen wurde 1723 ebenfalls von Ke\u00dfler gestaltet. Wir finden es an der Chors\u00fcdwand.<\/p>\n<p><strong>Die Kanzel<\/strong><br \/>\nSie wurde 1707\/8 in der Werkstatt von Hans Broder aus Stralsund erbaut. Die sechseckige Kanzel ruht auf der Tr\u00e4gerfigur Moses. Die Felder zwischen den Komposits\u00e4ulen tragen Evangelistenreliefs und Engelputten. Auf der Spitze des Schalldeckels steht der Auferstandene und im Kanzelraum schwebt eine Taube als Symbol f\u00fcr den Heiligen Geist.<\/p>\n<p><strong>Der Engel<\/strong><br \/>\n\u00dcber dem Taufstein schwebt der eine Muschel haltende Engel. Ob diese Muschel als Taufschale benutzt wurde, ist nicht bekannt. Der aus Holz geschnitzte sp\u00e4tbarocke Engel stammt aus einer Stralsunder Werkstatt aus der Mitte des 18 Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Der Glockenstuhl<\/strong><br \/>\nUrspr\u00fcnglich trug er drei Glocken, von denen in den beiden Weltkriegen nur eine erhalten blieb. In den 70er Jahren kam wieder eine zweite Glocke mit der Aufschrift &#8222;Wachet und betet&#8220; hinzu.<\/p>\n<p><strong>Die Orgel<\/strong><br \/>\n1914 wurde die Orgel von B. Gr\u00fcneberg aus Stettin umgebaut und teilweise erneuert. Sie besitzt zwei Manuale, Pedal, 12 klingende Stimmen und pneumatische Kegelladen.<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-158\" src=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/garzin.jpg\" alt=\"garzin\" width=\"226\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/garzin.jpg 226w, https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/garzin-204x300.jpg 204w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/>Kirchenstuhl von Gro\u00df Schoritz<\/strong><br \/>\nDer schlichte Patronatsstuhl gegen\u00fcber der Kanzel blieb bei den Umbau- und Instandsetzungsarbeiten von 1906 bis 1914 in Gedenken an den gro\u00dfen Sohn R\u00fcgens, Ernst Moritz Arndt in seinem urspr\u00fcnglichen Zustand erhalten. Ernst Moritz Arndt wurde am 26. Dezember 1769 in Gro\u00df Schoritz geboren, in der Petrikirche zu Garz getauft und mit 10 Jahren eingesegnet. Arndt wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, studierte Theologie, rang um ein &#8222;in Demut stilles, in Hoffnung fr\u00f6hliches, im Glauben unersch\u00fctterliches, in Liebe \u00fcberschwengliches&#8220; Christentum und starb 1860 als eine der St\u00fctzen der evangelischen Diaspora-Gemeinde in Bonn. Arndt steuerte 1818 in seiner Schrift &#8222;Von dem Worte und dem Kirchenliede&#8220; 33 Lieder f\u00fcr ein neues Gesangbuch bei, wovon heute noch einige gesungen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Petri Kirche Garz Die auf einem Berg gelegene gotische Backsteinkirche steht auf einem Fundament aus meist unbehauenen Findlingen. Die Steine sind am Schiff und am Turm auch in den unteren Mauerbereichen verwendet worden. Die Kirche ist in mehreren Bauabschnitten ab ca. 1350 entstanden. Zwei Westjoche mit Sakristei bildeten den ersten Teil, drei Langhausjoche wurden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":11,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":202,"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions\/202"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}