{"id":33,"date":"2015-03-07T15:35:56","date_gmt":"2015-03-07T15:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=33"},"modified":"2015-04-04T11:47:17","modified_gmt":"2015-04-04T11:47:17","slug":"st-laurentius","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=33","title":{"rendered":"Wallfahrtskirche St. Laurentius"},"content":{"rendered":"<h1>Wallfahrtskirche St. Laurentius Zudar<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?attachment_id=94\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-94 size-medium\" src=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_1328030-300x225.jpg\" alt=\"20150319_132803(0)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_1328030-300x225.jpg 300w, https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_1328030-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/20150319_1328030-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Im 3. Jahrhundert n. Chr. lebt der junge Priester Laurentius in Rom. Er k\u00fcmmerte sich um die Alten, Kranken, Behinderten und Mittellosen der christlichen Gemeinde. Dies tat er mit gro\u00dfer Liebe bis er, wie sein Bischof Sixtus, verhaftet wurde. Die Legende erz\u00e4hlt, da\u00df der Kaiser Varerian einen Schatz der Gemeinde vermutet habe, den Laurentius verwaltete. Innerhalb von 3 Tagen sollte der junge Priester diesen herbeischaffen. Zur angegebenen Frist befanden sich auf dem Hof des Kaiserpalastes Arme, Kranke, Kr\u00fcppel und Blinde. Dem r\u00f6mischen Kaiser sagte Laurentius:\u00a0<cite>&#8222;Siehe, der Hof ist voller goldener Gef\u00e4\u00dfe. Das sind Sch\u00e4tze, die wachsen in aller Zeit. Das Gold nachdem du verlangst, ist Ursache vieler Verbrechen. Das wahre Gold ist Jesus Christus. Diese aber sind des Lichtes Kinder, der wahre Schatz der Kirche.&#8220;<\/cite>\u00a0Der Kaiser f\u00fchlte sich betrogen und lie\u00df Laurentius am 10. August 258 n. Chr. auf einem gl\u00fchenden Rost verbrennen. Er starb mit einem mutigen Bekenntnis zu seinem Herrn Jesus Christus.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Bau der Kirche in Zudar<\/strong><\/p>\n<p><em>berichtet Professor A. Haas folgende Sage:<\/em><\/p>\n<p>Als es sich darum handelte, an welchem Platz auf dem Zudar die Kirche gebaut werden sollte, kamen alle Gro\u00dfen auf R\u00fcgen zusammen, um \u00fcber diese Sache zu verhandeln. Nach langen Beratungen kam man dahin \u00fcberein, da\u00df die Kirche an der Stelle erbaut werden sollte, welche heutigen Tages\u00a0<em>&#8222;de J\u00fcls&#8220;<\/em>\u00a0hei\u00dft. Und zum Zeichen daf\u00fcr steckte einer der Anwesenden seinen Speer in die Erde. Am anderen Morgen war jedoch der Speer an dieser Stelle verschwunden. Erst nach langen Suchen fand man ihn weit n\u00f6rdlich in der Erde stecken. So hatte Gott selbst dar\u00fcber entschieden, wo sein Haus stehen sollte und die Kirche wurde dort hingebaut.<\/p>\n<p><strong>Pilgerfahrten nach Zudar<\/strong><\/p>\n<p>Schon vor dem Jahre 1370 war die Zudarsche Kirche das Ziel vieler Wallfahrten. Ein wundert\u00e4tiges Marienbild machte die schlichte Inselkirche ber\u00fchmt, zu einem r\u00fcgenschen Lourdes, einem weithin bekannten Wallfahrtsort zur St\u00e4rkung des christlichen Glaubens. Die Pilger brachten alle Vorhaben und Anliegen der Heiligen Maria vor, um dann begl\u00fcckt wieder heimzuwandern. Eine Reise nach dem Zudar stand in Norddeutschland halb so hoch im Kurs wie eine Pilgerfahrt nach Rom zum Sitz des Papstes. Zweimal Zudar und man war alle S\u00fcnden los. Aber mit dem Besuch der Zudarschen Wallfahrtskirche nahm es im Jahre 1372 ein ungl\u00fcckliches Ende. Ein Pilgerschiff kenterte auf der Reise nach Zudar im Sund, denn es kam ein &#8222;wedder und groth storm&#8220; und alle 90 Pilger kamen ums Leben. Seither glauben die Leute nicht mehr daran, da\u00df von Zudar Wunderkraft ausgeht &#8211;\u00a0<em>&#8222;also wardt dett afflath wedder gelecht, wante dar schach groth schade.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.kirchengemeinde-garz.homepage.t-online.de\/grundz.gif\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"217\" align=\"right\" \/><strong>Bauliche Merkmale<\/strong><\/p>\n<p>Die auf einer Halbinsel gelegene s\u00fcdlichste Kirche R\u00fcgens ist eine in Langhaus und Chor einheitlich durchgebaute schlichte gothische Kirche mit einem runden Triumphbogen und niedriger Einw\u00f6lbung. Diese ist etwas sp\u00e4ter erfolgt als die Errichtung der Au\u00dfenmauern (Mitte des 14. Jahrhunderts), denn sie entspricht nicht ganz deren Fenstersitz. Schon 1318 wurde eine\u00a0<em>&#8222;parochia Szudar&#8220;<\/em>\u00a0(Kirchengemeinde Zudar) urkundlich aufgef\u00fchrt. Unter dem nord\u00f6stlichen Fenster ist eine rundbogige Ausstellungsnische zu sehen, die vielleicht mit den damals \u00fcblichen Wallfahrten zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><strong>Die Sage von der untergegangenen Stadt Konow<\/strong><\/p>\n<p>Im Osten der Halbinsel Zudar hat es eine gro\u00dfe Stadt gegeben, Konow genannt. Sie soll durch einen gewaltigen Orkan und eine gro\u00dfe Sturmflut von den aufbrausenden Wogen der See verschlungen worden sein. Aus dieser untergegangenen Stadt soll die im l. Weltkrieg abgelieferte Glocke &#8222;Anna Susanna&#8220; der Zudarschen Kirche stammen. Es wird erz\u00e4hlt, da\u00df ein h\u00fcbsches M\u00e4dchen die Glocke am Ufer stehen sah und sie durch ein aufwerfendes Tuch auf der Stelle bannte. Dann hat man zwei Ochsen vorgespannt und die Glocke nach dem Kirchhof Zudar gefahren.<\/p>\n<p><strong>Die Zudarer Glocken<\/strong><\/p>\n<p>Die Kirche in Zudar hatte einst drei Glocken. Nur die kleinste ist noch da. Von den beiden anderen &#8211; im ersten Weltkrieg abgelieferten Glocken-wog die gro\u00dfe 16 Zentner\/die andere 8 Zentner. Beide waren stark gegossen und in Silber legiert. Am Helm der gr\u00f6\u00dften Glocke stand:\u00a0<cite>&#8222;Mich goss Simon Zach im Jahre l848&#8220;<\/cite><\/p>\n<p>Darunter auf der Vorderseite in der Mitte stand:\u00a0<em>&#8222;Malte, F\u00fcrst zu Putbus, Patron; Dr. Hofmeister, Pastor; F. Wenzel und W. Brunckhorn, Kirchenvorsteher; G. Kruse, K\u00fcster. Herrn Eingepfarrten: v. Dycke, Bamberg, Groenlund, v. Bohlen. Weststr\u00f6hm, Kayser, Vangler.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Unten am Kranz stand:\u00a0<cite>&#8222;Vivos voco, mortuos plango, fulgra fango.&#8220;<\/cite>\u00a0(Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, den Blitzen wehre ich.)<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite stand:\u00a0<cite>&#8222;Kommt her, denn es ist alles bereit, auf da\u00df mein Haus voll werde.<\/cite>\u00a0Der Helm trug Engelsk\u00f6pfe und war mit Lorbeerbl\u00e4ttern verziert. Auf der mittleren Glocke stand am Helm:\u00a0<cite>&#8222;Mich go\u00df Simon Zach in Stralsund im Jahre 1848&#8220;<\/cite><\/p>\n<p>Und in der Mitte stand:\u00a0<cite>&#8222;Wer aus Wahrheit ist, der h\u00f6ret meine Stimme.&#8220;<\/cite><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfere der beiden alten Glocken von 1848 war unter dem Namen &#8222;Anna Susanna&#8220; bekannt. Der Sage nach soll sie aus der Schoritzer Wiek, einer anderen Sage nach, aus dem Bodden beim gelben Ufer stammen.<\/p>\n<p>Es wurden nach dem Ende des I.Weltkrieges zwei neue Glocken angeschafft, die aber schon wenige Jahre sp\u00e4ter, im 2.Weltkrieg, wieder abgegeben werden mu\u00dften. Im Jahr 2001 wurden zwei neue Glocken aufgeh\u00e4ngt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wallfahrtskirche St. Laurentius Zudar Im 3. Jahrhundert n. Chr. lebt der junge Priester Laurentius in Rom. Er k\u00fcmmerte sich um die Alten, Kranken, Behinderten und Mittellosen der christlichen Gemeinde. 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