{"id":367,"date":"2020-11-09T16:51:37","date_gmt":"2020-11-09T16:51:37","guid":{"rendered":"http:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=367"},"modified":"2020-11-13T07:38:43","modified_gmt":"2020-11-13T07:38:43","slug":"st-marien-poseritz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=367","title":{"rendered":"St. Marien Poseritz"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">St. Marien Poseritz<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Diese Seite befindet sich noch im Aufbau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere geschichtliche Kenntnis beginnt zu Anfang des 14. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde das Hauptschiff der Kirche erbaut. Es war zun\u00e4chst dreischiffig geplant, also mit zwei S\u00e4ulenreihen, dann aber wurde dieser Plan aufgegeben und das Schiff erhielt eine durchgehende Holzdecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Turm wurde um 1450 angef\u00fcgt, nachdem das Gotteshaus auch im Osten um den Chor erweitert worden war. Aus jener Zeit stammt auch die gr\u00f6\u00dfere Glocke, die von Fachleuten wegen ihres besonderen Klanges ger\u00fchmt wird. Sie tr\u00e4gt den lateinischen Spruch O REX GLORIAE XRE VENI CUM PACE (O K\u00f6nig Christus, komme mit Frieden). Zudem entstand die Kreuzigungsgruppe im Chor.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dieser Epoche geh\u00f6rt auch der Einbau des Gew\u00f6lbes in das Hauptschiff. Allerdings wurde damit ein statisches Problem geschaffen, das mit gro\u00dfem Aufwand vor einigen Jahren erst behoben werden konnte: Weil man beim Bau damals bestimmte mechanische Kr\u00e4fte untersch\u00e4tzt hatte, gab es jetzt die Gefahr, dass die Kirche h\u00e4tte auseinanderbrechen k\u00f6nnen. Auch der Turmanbau erwies sich bald als problematisch. Er war mit nur drei W\u00e4nden an die Westwand der Kirche \u201ageklebt\u2018 worden. Als sich der Baugrund unter des Turmes Last verdichtete, entstand ein gef\u00e4hrlicher L\u00e4ngsriss. Schon um 1590 wird urkundlich davon berichtet. Man kann heute noch sehen, wie dieser Riss mit flachen Ziegelsteinen ausgebessert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>1539 wurde die Reformation in Pommern eingef\u00fchrt. Nach dem 30-j\u00e4hrigen Krieg (1618 \u2013 1648) kam R\u00fcgen unter schwedische Hoheit. Nach den grausigen Verw\u00fcstungen der Kriegsjahre folgte nun eine vergleichsweise gute Zeit. In der Kirche ist das an der barocken Ausstattung zu sehen. Der Altar von 1703 aus einer Stralsunder Werkstatt tr\u00e4gt das Wappen des Schwedenk\u00f6nigs Carls XII. Auf diesem Altar ist der Lebensweg Jesu dargestellt. Unten beginnend mit einer kleinen Krippendarstellung und einem Taufbild folgt in der Mitte die Darstellung des Abendmahls Jesu mit seinen J\u00fcngern. Dar\u00fcber befindet sich das gr\u00f6\u00dfte der Bilder von der Kreuzigung mit zum Teil halbplastischen Figuren, dar\u00fcber dann die Auferstehung Jesu und ganz oben die Himmelfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>1753 wurde die Kanzel und auch der Emporenkranz eingef\u00fcgt. Die Orgel entstammt dem 19. Jahrhundert und wurde von der Firma Fischer in Demmin erbaut. Eine gro\u00dfe Renovierung erlebte die Kirche kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Aus DDR-Zeiten ist zun\u00e4chst nur von einer Reparatur der Turmhaube nach einem Sturm Ende der 1960er Jahre zu berichten. Bald wurden auch die gro\u00dfen baulichen Probleme der Kirche erkannt. Es fehlten jedoch die Baukapazit\u00e4ten, um die anstehenden gro\u00dfen Reparaturen durchzuf\u00fchren. Von 1987 bis 1993 konnte die Kirche von der Gemeinde wegen Einsturzgefahr nicht genutzt werden. Auch musste die Glocke schweigen. Im Herbst 1988 wurde der Kirchengemeinde von den staatlichen Stellen erstmals eine gr\u00f6\u00dfere Baukapazit\u00e4t zugesprochen. Der Plan zur Sanierung des Chordachstuhls musste jedoch ge\u00e4ndert werden. Nachdem die Dachhaut entfernt worden war, wurde das ganze Ausma\u00df der Sch\u00e4den sichtbar, und man entschloss sich zum Neubau der ganzen Konstruktion. Die LPG Poseritz hat die Kirchengemeinde dabei sehr unterst\u00fctzt. Durch die Ereignisse der Wende entstand zun\u00e4chst eine Pause.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sommer 1991 wurden dann wieder Ger\u00fcste aufgestellt. Der Dachstuhl \u00fcber dem Hauptschiff wurde erneuert. Auf der Mauerkrone wurde ein Ringanker aus Beton und Stahl errichtet, um die statischen Probleme zu l\u00f6sen. 1992 folgte die Sanierung des Au\u00dfenmauerwerks. Gleichzeitig begannen ABM-Kr\u00e4fte innen den schadhaften Putz abzuschlagen. 1993 wurde der Turm einger\u00fcstet. Auch er bekam zur Sicherung Ringanker. Au\u00dferdem wurde der Turmhelm mit neuen Eichenschindeln versehen. Die Fensterrahmen wurden neu gegossen und dadurch eine Aufhellung des Kirchenraumes erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem im Zweiten Weltkrieg die kleinere Glocke der R\u00fcstungsindustrie zum Opfer gefallen war, konnte am 19. September 1993 eine von der Firma Bachert neu gegossene und auf die alte genau abgestimmte Glocke geweiht werden. Seitdem dient das Gotteshaus auch wieder der Gemeinde zu Gottesdiensten. Au\u00dferdem besuchen vor allem im Sommer Touristen unsere Kirche. Durch die Spende einer k\u00f6niglichen schwedischen Stiftung konnte der Altar vor einigen Jahren ges\u00e4ubert und gesichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren nach 2000 wurden aufwendige Messungen am Mauerwerk vorgenommen, um die Ursache f\u00fcr den starken Gr\u00fcnalgenbefall zu kl\u00e4ren. In der Folge wurden eine L\u00fcftungsanlage eingebaut, Dachrinnen angebracht und das Mauerwerk noch einmal abgedichtet sowie an den Au\u00dfenw\u00e4nden Efeu gepflanzt, um den Schlagregen abzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem so der Luftfeuchtebetrag erfolgreich abgesenkt werden konnte, war es m\u00f6glich, nun wenigstens die Gew\u00f6lbekappen zu sanieren und mit wei\u00dfer Farbe zu t\u00fcnchen. Gef\u00f6rdert wurden die Ma\u00dfnahmen von der&nbsp;<em>Deutschen Stiftung Denkmalschutz<\/em>,&nbsp;<em>Deutschen Bundesstiftung Umwelt<\/em>, der&nbsp;<em>Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung<\/em>, weiterhin von der&nbsp;<em>Stiftung KiBa<\/em>&nbsp;sowie durch Bundes- und Landesmittel und Landesf\u00f6rderungen der Pommerscher Evangelischen Kirche und der Nordkirche<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St. Marien Poseritz Diese Seite befindet sich noch im Aufbau Unsere geschichtliche Kenntnis beginnt zu Anfang des 14. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde das Hauptschiff der Kirche erbaut. Es war zun\u00e4chst dreischiffig geplant, also mit zwei S\u00e4ulenreihen, dann aber wurde dieser Plan aufgegeben und das Schiff erhielt eine durchgehende Holzdecke. 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