{"id":369,"date":"2020-11-09T16:51:37","date_gmt":"2020-11-09T16:51:37","guid":{"rendered":"http:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=369"},"modified":"2020-11-13T07:38:19","modified_gmt":"2020-11-13T07:38:19","slug":"kirche-gustow","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pfarrsprengel-garz.de\/?page_id=369","title":{"rendered":"Kirche Gustow"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">KIRCHE GUSTOW<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Diese Seite befindet sich noch im Aufbau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gustower Kirche ist eine der vielen mittelalterlichen Backsteinkirchen. Der Bau wurde um 1250 n. Chr. zun\u00e4chst mit dem Chor begonnen, sp\u00e4ter wurde das Langhaus angef\u00fcgt. Das Gew\u00f6lbe stammt aus dem 16. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2018\/03\/dorfkirche-gustow.jpg?w=208&amp;h=300\" alt=\"Dorfkirche Gustow\" class=\"wp-image-792\"\/><figcaption>Kirche Gustow<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach der Zerst\u00f6rung durch einen Brand im 17. Jahrhundert wurden Dachstuhl und Giebel in der Mitte des 18. Jahrhunderts neu erbaut, die oberen Teile mit Ziegeln im Barockformat ersetzt. Aus dieser Zeit stammen auch der Dachreiter und das Glockenhaus. Beide wurden k\u00fcrzlich restauriert und rekonstruiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2018\/08\/wandmalerei-jakobus-der-acc88ltere.jpg?w=200&amp;h=300\" alt=\"Wandmalerei Jakobus der \u00c4ltere\" class=\"wp-image-892\"\/><figcaption>Jakobus der \u00c4ltere<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei einer Renovierung im Jahr 1935 kamen vor allem im Chorbereich mittelalterliche Malereien zum Vorschein. Sie stammen wohl aus der Zeit um 1420 und zeigen Christophorus, Johannes Baptist, Maria-Magdalena, Georg mit Wappenschild, Petrus, Paulus und Jakobus den \u00c4lteren.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt der Altar einen barocken Aufsatz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2018\/08\/altar-gustow.jpg?w=200&amp;h=300\" alt=\"Altar Gustow\" class=\"wp-image-893\"\/><figcaption>Altar<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dieser zeigt eine gemalte Szene des Abendmahls, dar\u00fcber der Auferstandene,&nbsp; umgeben von Figuren der Evangelisten Matth\u00e4us, Markus, Lukas und Johannes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kanzel stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der stehende Pultengel mit Halter f\u00fcr die Taufschale ist auf 1768 datiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2018\/08\/triumphkreuz.jpg?w=300&amp;h=200\" alt=\"Triumphkreuz\" class=\"wp-image-894\"\/><figcaption>Triumphkreuz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein&nbsp; Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert ist auf dem Querbalken des Lettners zwischen Chor und Kirchenschiff zu bewundern. Im Zentrum der Gruppe steht ein gotisches Kreuz mit Blattwerk.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2018\/08\/nocc88rdliches-farbfenster-e1534718494438.jpg?w=748\" alt=\"n\u00f6rdliches Farbfenster\" class=\"wp-image-895\"\/><figcaption>Farbfenster in der Nordwand<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Hauptschiff der Dorfkirche wird geschm\u00fcckt von zwei farbigen Fenstern. Sie wurden 1914 von der Firma Busch aus Berlin gefertigt. Das n\u00f6rdliche Farbfenster zeigt ein Weihnachtsmotiv, das s\u00fcdliche Christi Himmelfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gustower Kirche beherbergt zwei Glocken aus Bronze. Die kleine Glocke wurde um 1650 gegossen. Die gro\u00dfe Glocke stammte urspr\u00fcnglich aus dem Jahr 1765. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist sie jedoch zersprungen und wurde als Faksimile von der Glockengie\u00dferei Schilling aus Apolda neu gegossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mechanische Orgel stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von Orgelbauer Adolf Fischer aus Demmin gefertigt. Sie verf\u00fcgt \u00fcber ein Manual.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Friedhof in Gustow finden sich auch historische Grabsteine. Nord\u00f6stlich der Kirche steht ein S\u00fchnestein \u2013 eine sogenannte Mordwange \u2013 zur Erinnerung an die Ermordung eines Pfarrers im Jahr 1510. Zudem befindet sich in Gustow auch eine gotische Tauff\u00fcnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche in Gustow hat nach 1990 eine rege Baut\u00e4tigkeit erfahren m\u00fcssen. Nach einem mehrt\u00e4gigen Dauerregen st\u00fcrzte im Juni 1991 ein Teil der Gustower Friedhofsmauer ein. Da nun der Stra\u00dfenverkehr auf der vielbefahrenen Dorfstra\u00dfe gef\u00e4hrdet wurde, war mit der Reparatur Eile geboten. Die gesamte Mauerkrone aus Backstein musste abgetragen und ein trauriger Entschluss gefasst werden: 18 Linden, die dicht an der Mauer standen, mussten gef\u00e4llt werden um die Sanierung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Sanierungskonzept sah vor Winkelst\u00fctzen hinter die Friedhofsmauer zu bauen, um den Erddruck des Kirchh\u00fcgels abzufangen. Dabei sollten 50 Meter des alten Feldsteinmauerwerks neu aufgef\u00fchrt und weitere 150 Meter saniert werden. W\u00e4hrend der Arbeiten zeigte sich jedoch, dass komplette 150 Meter vollkommen erneuert werden mussten. Die bereitgestellten finanziellen Mittel reichten noch aus, um das n\u00f6rdliche Mittelfenster der Kirche mit neuen Mittelrippen zu versehen und zu verglasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Neuaufbau der Mauerkrone musste verschoben werden, weil Dringenderes anstand: Am 13. Januar 1993 besch\u00e4digte ein Orkan den Dachreiter der Kirche so stark, dass er mit einem Kran entfernt werden musste. In dem kleinen T\u00fcrmchen fand sich eine gusseiserne Schlagwerkglocke, die aber vollkommen verrostet war. Sie gab keinen Klang und brach sp\u00e4ter auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die westlichen drei Dachgebinde sowie ein Drittel des Westgiebels durch Maurer, Dachdecker und Zimmerleute saniert worden waren, konnte im Juli 1994 der v\u00f6llig rekonstruierte barocke Dachreiter wieder aufgesetzt werden. Er bekam wieder ein kupfernes Dach und wurde mit dem neuvergoldeten Turmhahn bekr\u00f6nt. Mit Blick auf eine Rekonstruktion der Turmuhr wurde eine Bronzeglocke von 38 Kilogramm Gewicht eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erneuter Sturm zu Beginn des Jahres 1995 zerst\u00f6rte das bereits schwer l\u00e4dierte Glockenhaus. Sofort war klar, dass die Glocken bis auf weiteres schweigen mussten. Mit Unterst\u00fctzung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Pommerschen Evangelischen Kirche gelang es das Glockenhaus zu rekonstruieren, die Glocken wieder in gerade Holzjoche zu h\u00e4ngen und das Gel\u00e4ut zu elektrifizieren. Das alte Uhrwerk von 1868 steht nun als Museumsst\u00fcck in der Kirche. Es konnte keine weitere Verwendung finden, da es darauf eingerichtet ist, dass der K\u00fcster es t\u00e4glich aufzieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2000 ist mit Hilfe von F\u00f6rdermitteln und Eigenanteilen die Reparatur der S\u00fcdseite des Kirchendaches erm\u00f6glicht worden. Zu danken ist besonders der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Landesregierung und dem Notsicherungsprojekt&nbsp;<em>Dach und Fach<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>2003 wurden Sturmsch\u00e4den am Dach und an den Giebeln durch ein Handwerkerteam behoben und zus\u00e4tzlich das Mauerwerk von Pflanzenbewuchs gereinigt. Die Arbeiten erforderten damals kein Ger\u00fcst, da die Handwerker als ausgebildete Bergsteiger mit Seilen zu den Stellen an der Kirche kletterten, die repariert werden mussten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kirchealtefaehrrambin.files.wordpress.com\/2020\/06\/kirche_gustow_altar.jpg?w=199&amp;h=300\" alt=\"Kirche_Gustow_Altar\" class=\"wp-image-2098\"\/><figcaption>Altar vor der Restaurierung 2020<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>2010 konnte eine neue elektronisch gesteuerte Turmuhr mit Schlagwerk in Betrieb genommen werden. 2014 wurden die beiden Farbfenster umfassend saniert und im Jahr 2017 die Westfassade der Kirche in Gustow.<\/p>\n\n\n\n<p>Demn\u00e4chst wird&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.jenny-heymel.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diplom-Restauratorin Jenny Heymel<\/a>&nbsp;die Restaurierung von Teilen des Altars und der Anna selbdritt sowie der Piet\u00e0 abschlie\u00dfen. Einige dieser Kunstsch\u00e4tze sind bereits wieder aufgestellt. Die Restaurierung wurde erm\u00f6glicht durch eine private Spende, durch Mittel aus dem kirchlichen Denkmalfond und Eigenmittel der Kirchengemeinde. F\u00fcr 2021 sind weitere gr\u00f6\u00dfere Bauabschnitte \u2013 unter anderem die Sicherung des Daches \u2013 in der Kirche Gustow anvisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE GUSTOW Diese Seite befindet sich noch im Aufbau Die Gustower Kirche ist eine der vielen mittelalterlichen Backsteinkirchen. Der Bau wurde um 1250 n. Chr. zun\u00e4chst mit dem Chor begonnen, sp\u00e4ter wurde das Langhaus angef\u00fcgt. Das Gew\u00f6lbe stammt aus dem 16. Jahrhundert. Nach der Zerst\u00f6rung durch einen Brand im 17. 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